Erlkönig Version 2.0

Wer reitet so spät durch Nacht und Wald?

Es ist der Sniper mit seinem Kind;

Er hat den Knaben wohl im Arm,

Er fasst ihn sicher, er hält ihn warm.

 

Mein Sohn was birgst du so bang dein Gesicht?-

 Siehst Sniper, du den Porschen nicht?

Den Porschen mit Spoiler und Schwarzenreif'?-

Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif.-

 

"Du liebes Kind, komm, fahr mit mir!

Gar schöne Ballerspiele spiel' ich mit dir;

Manch harte Waffen im Krieg,

Mein Wagen soll dich bereiten in den aufstieg."

 

Mein Sniper, mein Sniper, und hörst du nicht,

den lauten Bassdrum und den Wicht?

Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;

In dürren Blättern säuselt der Wind.

 

"Willst, erbärmliches etwas du nicht mit mir gehen?

Meine Waffen sollen dich warten schön;

 Meine Waffen führen den nächtlichen Reihn

Und wiegen und zielen und schießen dich ein."

 

Mein Sniper, mein Sniper, und siehst du nicht dort

Erlkönigs Waffenschrank am düsteren Ort?-

Mein Sohn, mein Sohn, ich seh's genau:

Es scheinen die alten Weiden so grau.-

 

"Ich hasse dich, mich reizt deine erbärmliche Gestalt;

Und bist du nicht willig, so brauch' ich Gewalt."-

Mein Sniper, mein Sniper, jetzt packt er seine Pumpgun aus!

Erlkönig hat abgedrückt. Die Kugel fliegt. Er hat mir Leids getan.!-

 

Dem Sniper graust, er reitet ganz in rot geschwind,

Er hält das verblutende Kind,

Erreicht den Hof mit Mühe und Not;

In seinen Armen das Kind zerdrückt und tot.

 

 

©Copyright 2008/2009 by: Editor respekt-blog

 

27.11.08 15:34

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